Internationaler Frauentag: 100 Jahre Kampf für Gleichberechtigung und gegen Gewalt

 

Am 08. März 2011 jährt sich der internationale Frauentag zum 100ten Mal. Viele mutige Frauen kämpften seither für gleiche Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, für menschenwürdige Lebensbedingungen, für das aktive und passive Wahlrecht von Frauen, gegen Unterdrückung und Gewalt.

Vieles von dem, was Frauen durch die 100 Jahre am 08. März proklamiert und gefordert haben, ist erreicht worden. Fast überall haben Frauen heute das Recht zu wählen, sie können ihre Berufe weitestgehend frei aussuchen, sie können selbst entscheiden, ob sie allein leben, eine Familie gründen oder sonstige Lebenspartnerschaften eingehen. Vieles ist erreicht und dennoch sind Frauen noch immer weit von wirklicher Gleichberechtigung entfernt, von gerechter Entlohnung ihrer Arbeits- und Lebensleistungen, von hinreichender Unterstützung in ihrer Familienarbeit, von ausreichender Absicherung im Alter, von Schutz vor Gewalt. Jedes dritte bis vierte Mädchen erlebt in der Kindheit sexuelle Übergriffe. Jede siebte erwachsene Frau ist in ihrem Leben mindestens einmal Opfer von Vergewaltigung oder sexueller Nötigung. Jede zweite bis dritte Frau erlebt mindestens einmal körperliche Gewalt. In der überwiegenden Mehrzahl kommen die Täter aus dem sozialen Nahraum der Frauen, oft sind es die Partner oder Ex-Partner. Die größte Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden, findet sich dort, wo Frauen sich eigentlich sicher fühlen sollten: In Partnerschaften, Familien, Bekannten- und Freundeskreisen.

Viele Mädchen und Frauen wenden sich nicht an das Hilfesystem – oft sind die Angst und die Scham zu groß oder die entsprechenden Beratungsstellen sind nicht bekannt. Um einen ersten Schritt zu erleichtern veranstaltet der Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein (www.lfsh.de) zum internationalen Frauentag am 8. März eine Postkartenaktion (Download s.u.). Darauf ist die Telefonnummer der landesweiten Notrufnummer in Schleswig-Holstein (0700 – 999 11 444) sowie die Internetadresse des Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein (LFSH), auf der alle Frauenfachberatungsstellen zu finden sind. Die Beratung ist kostenfrei und auf Wunsch anonym, alle Mitarbeiterinnen unterliegen einer Schweigepflicht. Ein Anruf ist der erste Schritt in ein Leben ohne Gewalt.

Postkartenaktion [PDF-Download]

V.i.S.d.P.:

Angela Hartmann
Landeskoordinatorin Landesverband Frauenberatung
Schleswig-Holstein e.V. (LFSH e.V.)
Dänische Strasse 3 – 5
24103 Kiel
Tel.: 0431 – 9 96 96 36
www.lfsh.de
info@lfsh.de

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