Pressemitteilung: Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen eröffnet

Kiel, 15.März 2013
Pressemitteilung

Der Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein (LFSH) begrüßt die Freischaltung des bundesweiten Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen, das am 6. März durch Bundesfrauenministerin Kristina Schröder eröffnet wurde.

Unter der Telefonnummer 08000-116016 ist das Hilfetelefon rund um die Uhr, kostenfrei, bei Bedarf mehrsprachig und barrierefrei erreichbar. Betroffenen Frauen wird Information und Erstberatung angeboten sowie bei Bedarf eine geeignete Anlaufstelle in ihrer Nähe empfohlen. In den Fachstellen vor Ort erhalten Frauen wohnortnah kompetente Hilfe und Beratung.

Seit 2004 gab es nur in Schleswig-Holstein die Frauenhelpline unter Trägerschaft des Frauennotruf Kiel, hier haben jährlich ca. 1.500 Betroffene und Angehörige Hilfe und Rat gesucht. Ende April wird die Frauenhelpline zugunsten des bundesweiten Hilfetelefons eingestellt. Mit der Einrichtung des bundesweiten Hilfetelefons kommt die Bundesregierung zugleich internationalen Verpflichtungen nach: Die Europaratskonvention „zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ schreibt ein Angebot vor, das kostenlos und rund um die Uhr telefonisch erreichbar ist.

„Wir freuen uns sehr über die Einrichtung eines bundesweiten Hilfetelefons und hoffen, dass damit an die erfolgreiche Arbeit der schleswig-holsteinischen Helpline angeknüpft werden kann und durch die Lotsenfunktion des Hilfetelefons noch mehr Betroffene den Weg in die Fachstellen vor Ort finden werden“ sagt Angela Hartmann vom Landesverband LFSH.

Voraussetzung dafür ist eine gute finanzielle Ausstattung und Absicherung der bestehenden Unterstützungseinrichtungen vor Ort, denn das Hilfetelefon ist eine wichtige Ergänzung des bestehenden Systems, kann aber keine Beratungsstelle ersetzen.

Der LFSH wünscht dem Hilfetelefon einen guten Start.

Informationen zum Hilfetelefon: www.hilfetelefon.de

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