Pressemitteilung: One Billion Rising für Gerechtigkeit 2014
Kiel, 14.Februar 2014
One Billion Rising für Gerechtigkeit 2014 – eine Milliarde erhebt sich gegen Gewalt an Frauen
Am 14. Februar werden an zahlreichen Orten in Deutschland und auf der ganzen Welt Frauen für ihre Rechte in den Straßen tanzen. 2013 fand die internationale Kampagne „One Billion Rising“ zum ersten Mal statt und stellt seitdem eine massenwirksame Plattform dar. An unzähligen Orten erheben sich weltweit Menschen und machen deutlich: Frauen und Mädchen haben das Recht auf ein gewaltfreies Leben. Der Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto Gerechtigkeit – „Rising for Justice“.
In Deutschland hat etwa jede 7. Frau eine strafrechtlich relevante Form sexualisierter Gewalt erlebt, das sind 13%. Und jede 4. Frau hat körperliche Übergriffe durch ihren Partner oder Ex-Partner erlebt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) aus dem Jahr 2012 dokumentiert 106 Frauen, die von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet wurden.
„Diese Zahlen sind alarmierend“, sagt Katja Grieger vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff). „Es ist höchste Zeit, dass die politisch Verantwortlichen aktiv werden und wirksamen Schutz und Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen sicherstellen.“
Der bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe hat im Rahmen von One Billion Rising gemeinsam mit zehn weiteren engagierten feministischen Verbänden einen Forderungskatalog erarbeitet.
Die gemeinsam entwickelten Forderungen spiegeln die Allgegenwärtigkeit von Gewalt in unserem alltäglichen Leben wider. Sie adressieren Politik, Recht und Medien gleichermaßen:
- Rechtsanspruch auf Schutz und Unterstützung für betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt gesetzlich festschreiben!
- Eigenständige Existenz von benachteiligten Gruppen und überlebenden von Gewalt und Menschenhandel sichern!
- Diskriminierende Darstellung von Frauen und Männern in den Medien unterbinden!
„Es ist an der Zeit, diesem Thema in der Öffentlichkeit mehr Raum zu geben und die Politik und die Gesellschaft in die Verantwortung zu nehmen, damit das Recht auf ein Leben ohne Gewalt endlich umgesetzt werden kann“ so Angela Hartmann, Landeskoordinatorin vom Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V.
Damit die Forderungen der Verbände lautstark Gehör finden, wird am 14. Februar getanzt, demonstriert und ein Zeichen gesetzt: Für eine gerechtere Gesellschaft und für ein Ende der Gewalt gegen Frauen.
Der LFSH ruft auf, sich zu solidarisieren und am 14. Februar Teil von One Billion Rising zu sein und die Verhältnisse zum Tanzen bringen – für eine Gesellschaft ohne Gewalt.
Pressemitteilung [PDF-Download]
V.i.S.d.P.: Angela Hartmann/ LFSH
Der LFSH ist der Dachverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe in Schleswig-Holstein. Er leistet Aufklärung, Sensibilisierung, Fortbildung und Politikberatung zum Thema Gewalt gegen Frauen.
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